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Pause bringt Fortschritt

Nichts ist so verpönt wie Faulenzen während des Arbeitstages. Zu Unrecht, wie die Geschichte der Wissenschaft zeigt: Erfahren Sie, welche Entdeckungen das süsse Nichtstun erst möglich gemacht hat.

Schneller, höher weiter – so lautet der Tenor der modernen Gesellschaft. Doch der Weg zum Erfolg führt oft erst über die Langsamkeit. Schon die Dichter und Denker der Antike waren vom Wert der Pause überzeugt. «Die Musse ist die Schwester der Freiheit», so die Worte von Aristoteles. Der Philosoph Aurelius Augustinus strich gar einen konkreten Nutzen heraus: «Bei der Musse soll nicht etwa träges Nichtstun locken, sondern das Erforschen und Auffinden der Wahrheit.»

Schöne Worte von verkopften Schöngeistern? Offenbar nicht nur, wie heutige Hirnforscher und Psychologen glauben. Um Neues zu schaffen, dafür scheint die Pause im Kopf geradezu eine Voraussetzung zu sein. In einer Phase des Nichtstuns sind manche Hirnregionen besonders aktiv, wie Forscher mithilfe der Magnetresonanztomografie zeigen konnten. Neue Verknüpfungen zwischen den Hirnzellen sind das Resultat, wenn Menschen bewusst Pause machen oder ihre Arbeitstätigkeit durch etwas anderes ersetzen. Zu welchen Ergebnissen kreative Müssiggänger kommen können, belegen zahlreiche Beispiele.

Isaac Newton


Sie zählt zu den berühmtesten Anekdoten der Wissenschaft: die Geschichte hinter der Entdeckung der Gravitation. In einem Garten im Norden Englands soll Isaac Newton 1660 seine Initialzündung erlebt haben. Gemütlich sitzt der Physiker da, hängt seinen Gedanken nach, bevor er den Apfel vom Baum fallen sieht. Dass dieser Apfel senkrecht zu Boden fällt und nicht seitwärts oder aufwärts, das muss an der Erdanziehung liegen, so folgert er. Ob der Apfel Newton dabei direkt auf den Kopf gefallen ist, wie es eine andere Version des Ereignisses erzählt, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren.

Albert Einstein


Das Werk eines der berühmtesten Physiker hat eine weniger bekannte Vorgeschichte. Zwischen 1902 und 1909 arbeitet Albert Einstein im Berner Patentamt. Hier prüft er eingereichte Erfindungen auf ihre Patentierbarkeit – eine Arbeit, die ihn offensichtlich nur wenig fordert. Das Amt bezeichnet er später als ein «weltliches Kloster, wo ich meine schönsten Gedanken ausgebrütet habe». Gedanken, die die Welt der Physik verändern sollten: Während der Amtsarbeit, die wenig Eile verlangte und viel Zeit zum Denken liess, schuf er die Grundlagen für seine allgemeine Relativitätstheorie.

René Decartes


In der Öffentlichkeit ist er weniger bekannt, umso mehr dafür seine mathematische Entwicklung: René Decartesʼ kartesisches Koordinatensystem, das auf den beiden senkrecht zueinander laufenden Achsen X und Y aufbaut, kennt heute jedes Schulkind. Der Franzose war nebst der Mathematik auch ein Anhänger der Philosophie und dem leichten Leben äusserst angetan. Als junger Mann machte er ausgedehnte Reisen durch Europa und sammelte dabei Wissen und Erfahrungen. Die Idee zum wegweisenden Koordinatensystem soll ihn während eines besonderen Moments des Müssiggangs erreicht haben: beim verträumten Beobachten einer Stubenfliege.

Winston Churchill


Nicht nur die Wissenschaft profitiert von ruhigen Köpfen. Überall dort, wo Entscheidungen weitreichende Folgen nach sich ziehen, sind überlegte Gemüter willkommene Führungspersonen – etwa in der Politik. Als Paradebeispiel gilt Winston Churchill, britischer Premierminister während des Zweiten Weltkrieges. Der Autor Alex Pang zeichnet ihn in seinem Werk «Pause» als Müssiggänger, der auch in hitzigen Situationen alles andere als ein Hitzkopf war. So lag ihm viel am erholsamen Mittagsschlaf, den er durch alle Instanzen verteidigte mit dem Satz: «Glauben Sie nicht, dass Sie weniger schaffen, nur weil Sie während des Tages schlafen.» Ein Quell für Kraft, den er sich nicht einmal im Kriegsfall nehmen lassen wollte. Ein Umstand, der ihn nicht gleich den Krieg gewinnen liess, folgert Autor Pang, aber doch den Boden für besser durchdachte Entscheide gelegt habe.

Agenda

Konzerte des Jugendblasorchesters VBJ

3. Mai 2018, Stadttheater, Langenthal
7. Mai 2018, Hotel National, Bern
11. November 2018, Kongresshaus, Biel
11. November 2018, Salle des Fêtes, Reconvilier

BEKB-Familientage

26. Mai 2018, Gurten, Bern
3. Juni 2018, Studen
3. Juni 2018, Thun
17. Juni 2018, Solothurn
11. August 2018, Utzenstorf
2. September 2018, Reconvilier

Theater Gurten «ABEFAHRE! STRESSFREI IN 5 TAGEN»

20.6. –29.8.2018, Gurten, Bern

Der BEKB Förderfonds unterstützt das Theater und offeriert allen BEKB-Kunden einen Rabatt von 5 Franken auf den regulären Ticketpreis.

Tickets unter: www.theatergurten.ch

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Spannende Ausflugstipps

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